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FES und ASF

Informationen über FES

Das Fahreignungsseminar (FES) ersetzt im Rahmen des neuen Fahreignungs-Bewertungssystems das bisherige Aufbauseminar, das nur von Fahrlehrern durchgeführt wurde, sowie die verkehrspsychologische Beratung.

Diese Neuregelung trat nach langem Streit ab 1. Mai 2014 in Kraft.
Nachdem der Bundesrat 2013 die Reform gestoppt und den Vermittlungsausschuss angerufen hatte, vermeldet der Bundesverband Deutscher Fahrschulunternehmen e. V. (BDFU):
"Die Branche hat jetzt die große (und vermutlich letzte) Chance durch eine Reform des jetzigen ASP Seminars und durch eine Evaluierung nachzuweisen, dass Fahrlehrer solche Kurse erfolgreich und nachhaltig durchführen können.
Die Konkurrenz (u.a. TÜV und Dekra) steht allerdings mit ihren Verkehrspsychologen schon bereit um den Fahrschulen diesen lukrativen Markt wegzunehmen." (News vom 07.06.2013)
Letztlich einigte man sich auf eine neue Kombination aus verkehrspädagogischen und verkehrspsychologischen Elementen, auf besagtes FES.

Das FES soll mehrfach verkehrsauffällige Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer dabei unterstützen, ihr Fahrverhalten zu ändern und sich zukünftig im Straßenverkehr regelkonform zu verhalten. Es wurde von Experten unter Federführung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) konzipiert.

Das FES wird zunächst bei rein freiwilliger Teilnahme in einem Zeitraum von fünf Jahren erprobt und wissenschaftlich begleitet.

Durch den freiwilligen Besuch des neuen Fahreignungsseminars bei einem Stand von 1 bis 5 Punkten kann 1 Punkt abgebaut werden – allerdings nur einmal innerhalb eines Zeitraums von 5 Jahren. Beim freiwilligen Besuch des Fahreignungsseminars auf der Stufe "Verwarnung" (6-7 Punkte) kann kein Punkt abgebaut werden.

Das FES besteht aus zwei Teilmaßnahmen, die aufeinander abgestimmt sind:

  • einer verkehrspädagogischen Teilmaßnahme und
  • einer verkehrspsychologischen Teilmaßnahme.

Verkehrspädagogische Teilmaßnahme

Die verkehrspädagogische Teilmaßnahme wird durch speziell geschulte Fahrlehrer durchgeführt. Die Inhalte (u. a. Verkehrsregeln und deren Sinn, Risikoinformationen bei Überschreitung der Regeln) werden individuell auf die begangenen Verstöße der Teilnehmer zugeschnitten. Außerdem wird auf ein verbessertes Gefahrenbewusstsein und auf Verhaltensalternativen hingearbeitet. Die Maßnahme umfasst zwei Module zu je 90 Minuten und kann als Einzelmaßnahme oder in Gruppen mit bis zu sechs Teilnehmern durchgeführt werden.

Verkehrspsychologische Teilmaßnahme

Im Rahmen der verkehrspsychologischen Teilmaßnahme werden mit Hilfe besonders geschulter Verkehrspsychologen individuelle Wege zur Veränderung des riskanten Fahrverhaltens aufgezeigt. Diese persönlichen Strategien sollen dann im Alltag erprobt und die damit verbundenen Erfahrungen mit dem Verkehrspsychologen besprochen werden. Die Maßnahme umfasst zwei Sitzungen zu je 75 Minuten und wird als Einzelmaßnahme durchgeführt.

Quelle u. a.: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)

Informationen über ASF

Das Aufbauseminar für Fahranfänger (ASF), auch "Nachschulung" genannt, ist eine von der Fahrerlaubnisbehörde (Straßenverkehrsamt) angeordnete Maßnahme bei einem A- oder zwei B-Verstößen innerhalb der Führerschein-Probezeit, die im Regelfall für die ersten zwei Jahre einer Fahrerlaubnis (ausgenommen Klassen L, AM, T) festgelegt wird. Die Einzelheiten sind im § 36 "Besondere Aufbauseminare nach § 2b Abs. 2 Satz 2 des Straßenverkehrsgesetzes" der Verordnung über die Zulassung von Personen zum Straßenverkehr (Fahrerlaubnis-Verordnung - FeV) geregelt.

Ein A-Verstoß (eine schwere Zuwiderhandlung nach Anlage 12 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV), Abschnitt A) führt sofort zur Anordnung einer Nachschulung, ein B-Verstoß (weniger schwere Zuwiderhandlung nach Anlage 12 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV), Abschnitt B) erst beim zweiten Mal, nämlich bei der zweiten Eintragung im Kraftfahrt-Bundesamt, d. h., wenn ein Bußgeldbescheid (Bußgeld ab 40 Euro) erlassen und rechtskräftig geworden ist (bei Verstößen, die nur Verwarnungen - jeweils bis 35 Euro - zur Folge hatten, ergeben sich keine führerscheinrechtlichen Folgen in Zusammenhang mit der Fahrerlaubnis auf Probe).

Das Aufbauseminar wird von einer dazu lizenzierten Fahrschule mit einer Gruppe von mindestens sechs, höchstens zwölf Teilnehmern durchgeführt und besteht aus fünf Teilen: vier Theorie-Sitzungen von jeweils 135 Minuten Dauer und einer Beobachtungsfahrt zwischen der ersten und der zweiten Sitzung, welche mindestens 30 Minuten dauert und mit jeweils bis zu drei Teilnehmern stattfindet.

Im Rahmen des Aufbauseminars werden unter anderem die Verstöße der Teilnehmer besprochen und Wege zur zukünftigen Vermeidung gesucht.

Mit Abschluss des Seminars erhalten die Teilnehmer eine Bescheinigung, die bei der entsprechenden Verwaltungsbehörde eingereicht werden muss.

Wird das Seminar vom Führerscheininhaber innerhalb der von der Verwaltungsbehörde festgesetzten Frist nicht erfolgreich abgeschlossen, wird die Fahrerlaubnis entzogen. Eine neue Fahrerlaubnis wird erst erteilt wenn die Teilnahme an einem Aufbauseminar nachgewiesen wird.

Quelle u. a.: Wikipedia